Fünf Tage nachdem Apple in New York die Version 2.0 von iBooks präsentiert hat legen die deutschen Schulbuchverlage nach. Der Verband Bildungsmedien kündigt eine eigene Lösung für digitale Schulbücher an:
27 deutsche Bildungsmedienverlage werden auf der didacta – die Bildungsmesse (14. bis 18. Februar in Hannover) eine Preview-Version der Lösung „Digitale Schulbücher“ vorstellen. Zusätzlich wird eine Gemeinschaftspräsentation auf dem Stand des Verband Bildungsmedien zu sehen sein (Halle 16, Stand E22). „Digitale Schulbücher“ ist eine offene Lösung, mit der Schulen, Lehrkräfte und Schüler Bücher verschiedener Verlage in einem Regal verwalten, lesen und nutzen können – online oder offline. Das Regal enthält die digitalen Schulbücher, die der Nutzer über einen Freischaltcode unmittelbar bei den beteiligten Verlagen herunterladen kann. Die Lösung ist auf die Schulpraxis ausgerichtet und enthält zum Beispiel wesentliche Whiteboard-Funktionen. Marktstart wird der Schuljahresbeginn 2012/2013 sein. Es handelt sich um eine dynamische Lösung, die sukzessive um zusätzliche Funktionalitäten erweitert wird. Sie soll herstellerneutral auf allen Betriebssystemen und Endgeräten laufen. Geplant ist, „Digitale Schulbücher“ mit dem Datenschutz-Gütesiegel vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein zertifizieren zu lassen.
Erstmal eine gute Idee.
Aber mein Wecker ist gestellt für den 14. Februar: dann schauen wir mal, wie das in punkto Qualität mit Apple iBooks mithalten kann. Insbesondere die Ankündigung, auf “allen Betriebssystemen und Endgeräten” laufen zu wollen (also auf iPad, Mac, Windows- & Linux-PC, Android-, Blackberry- und Amazon-Tablets, …) verspricht viel Arbeit und wenig Lorbeeren.
Einen großen Vorteil haben die etablierten Verlage aber in Deutschland: sie sind den Entscheidern (also Politikern und Lehrern) seit Jahren als verlässliche und kooperative Partner bekannt.




