GDL Aktuell gestern: Verweigerungshaltung provoziert härtere Gangart:
Unternehmen, die mit der GDL im Tarifkonflikt sind
- AKN Eisenbahn AG
- Bayerische Regiobahn GmbH (BRB)
- Berchtesgadener Land Bahn (BLB)
- Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL)
- Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB)
- Ostdeutsche Eisenbahnverkehrsgesellschaft (ODEG)
- Ostseeland Verkehr GmbH (OLA)
- Prignitzer Eisenbahn, Betriebsteil NRW
- Veolia Verkehr Regio Ost GmbH (VVRO)
- Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH (VVSA)
Mittags ging es noch nur um ODEG:
Die Tarifverhandlungen mit der Ostdeutschen Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH (ODEG) sind gestern in Berlin gleich in der ersten Runde gescheitert. Die Geschäftsführung war weder bereit, über inhaltsgleiche Rahmentarifvertragsregelungen und damit verknüpften Haustarifverträgen noch über einen Betreiberwechseltarifvertrag zu verhandeln.
[...]
Die GDL wird jedoch kein Tarifniveau akzeptieren, das unter dem liegt, was bereits heute 90 Prozent der Lokomotivführer in der Bundesrepublik erhalten.
Auch der [...] wichtige Betreiberwechseltarifvertrag soll für die Lokomotivführer der ODEG nicht gelten. [...] Die Antwort auf diese Blockadehaltung war das Scheitern der Verhandlungen.
Das schreit doch jetzt nach Schlichtung. Wenn keine Seite zu Zugeständnissen bereit ist, dann eskaliert der Konflikt bis die Verhandlungspartner gar nicht mehr zusammenfinden können. Die GDL-Rethorik klingt bereits vergiftet – mehr als üblich bei Gewerkschaften. Laut Konflikttheorie muss eine unabhängige Instanz die Positionen annähern, bevor die einvernehmliche Lösung unerreichbar ist.
Von den Kunden und der Marktfähigkeit des öffentlichen Nah- und Fernverkehr will ich gar nicht anfangen.