Computing
Post:Do. 14.01.2016 07:08h
Upd.:Di. 19.01.2016 18:32h
Rubr.:Computing

Tesla 7.1 “Summon”

Tesla Motors:

Using Summon, once you arrive home and exit Model S or Model X, you can prompt it to do the rest: open your garage door, enter your garage, park itself, and shut down. In the morning, you wake up, walk out the front door, and summon your car. It will open the garage door and come to greet you.

Die Kombination mit dem elektrischen Toröffner ist echt bequem – für alle die eine eigene Garage haben. Mit einer Tiefgarage muss man sich noch etwas gedulden: die volle Funktionalität „quer durch die Stadt“ wird schon angekündigt – aber ohne Zeithorizont.

Das eigentlich spannende ist aber die Ausgestaltung der Funktion: wie das Video von Tesla zeigt, muss man die App starten und dann nur einmal einen Button auf dem Handy drücken. Kein Bedarf an einer „Überwachung“, ob noch ein Mensch zuschaut.

Ich frag’ mich, wie sie das zugelassen kriegen. Mit dem Hinweis “During this Beta stage of Summon, we would like customers to become familiar with it on private property.”?

Und weiterhin wundert mich, dass Tesla nichts darüber sagt, wie genau das Auto vor der Garage stehen muss, damit es auch autonom hineintrifft. BMW gibt 10° an (BimmerToday), können die das nicht so gut?

Update 19.01.: da hat mich wie WordPress App kalt erwischt: ich war noch gar nicht fertig und die App hat’s trotzdem veröffentlicht, ohne dass ich es gemerkt hätte. Ich schreibe jetzt einfach weiter…

Im Tesla Motors Club stehen erste Kundenberichte. Insgesamt sehr positiv. Aus meiner Sicht das bemerkenswerteste Thema: 1-2cm hohe Schwellen am Garagentor verträgt Summon überhaupt nicht. Wahrscheinlich hat Tesla das Motormoment in diesem Anwendungsfall stark eingeschränkt. Seltsam: wer hat keine solche Schwelle an der Garage? 

Und wovor will sich Tesla dabei schützen? Der Fahrer soll doch aufpassen und anhalten bevor etwas schief geht? Grundsätzlich finde ich den Sicherheit-geht-vor-Ansatz gut, aber man könnte doch eine Override-Funktion in die App einbauen?

Und dann Forbes schreibt einige Tage nach Summon  über die Genehmigung von BMW Remote Controlled Parking (RCP) durch die National Traffic Safety Administration: 

… the National Traffic Safety Administration said it would allow [BMW] to bring its novel self-parking system offered in the redesigned-for-2016 7 Series to the U.S.

[…] The feature had been banned […] because of a federal safety regulation […] that requires U.S. drivers to physically hold down a car’s brake pedal in order to shift it out of park. 

Dass Tesla eine Funktion an den Behörden vorbei anbietet kann ich nicht glauben. Wahrscheinlich ist die Entscheidung schon früher gefallen, die Kommunikation über die Regierungsbehörden hat wohl etwas länger gedauert. Aber warum geht Forbes gar nicht auf Tesla ein?

Datenschutz
Post:Do. 07.01.2016 16:07h
Rubr.:Datenschutz
Tags:

Sicherheit von autonomen Fahrzeugen

The Guardian bringt meine aktuellen „Lieblingsthemen“ (Internetsicherheit, Überwachungsstaat und autonomes Fahren) in einem Artikel zusammen.

It’s likely that we’ll get calls for a lawful interception capability in self-driving cars: the power for the police to send a signal to your car to force it to pull over. This will have all the problems of the Trolley Problem and more: an in-built capability to drive a car in a way that its passengers object to is a gift to any crook, murderer or rapist who can successfully impersonate a law enforcement officer to the vehicle

Braucht ein autonomes Fahrzeug eine Notbremse? Muss es von der Polizei über das Internet angehalten werden können? Wie sollen autonome Fahrzeuge auf Straßensperren reagieren? Wann fährt es nach der Kontrolle weiter?

Und wie kann man sicherstellen dass ein Fahrzeug nicht über das Internet gehijackt wird, während jemand darin fährt?

Aktuell benutzen Millionen (Milliarden?) Menschen ein System (Internet), das einigermaßen sicher ist, aber nachgewiesenermaßen immer wieder gravierende Sicherheitslücken aufweist und bei dem Verfolgung der Kriminellen extrem schwierig ist. Wenn das mit einen hochgradig sicherheitsrelevanten System (Automobil) kombinieren, dann wird es richtig spannend. 

Reicht es dann, wenn die Fahrzeughersteller wie Volvo) darauf hinweisen, dass das Hacken eines Fahrzeugs eine strafbare Handlung ist – und sie dafür nicht haften (wollen)? Ich meine: nein. Genauso wie ein Hersteller für den Missbrauch der angebotenen Funktionen mit verantwortlich ist, muss er auch den vernetzten Zugriff ausreichend absichern. 

Für die Definition von „ausreichend“ fehlt wahrscheinlich noch der technische Standard, aber den braucht’s bevor die autonome Welle uns überrollt. 

Computing
Post:Do. 24.12.2015 13:04h
Rubr.:Computing
Tags:

Regulierung neuer Technologien 

Schneier on Security:

We need a better way of regulating new technologies.

That’s going to require bridging the gap between technologists and policymakers. Each needs to understand the other­–not enough to be experts in each other’s fields but enough to engage in meaningful conversations and debates. That’s also going to require laws that are agile and written to be as technologically invariant as possible.

Insgesamt eines der besten Essays, das ich letztens gelesen habe. Enthält sehr viel Wahrheit. 

Post:Fr. 18.12.2015 07:51h
Rubr.:Management
Tags:

Apple justiert Executive-Team

Neben Korrekturen an den Job Titeln bei Jeff Williams bzw. Johny Srouji und der Einstellung von Tor Myhren hat Apple in der Presseerklärung noch einen Kracher versteckt:

With added responsibility for the App Store, Phil Schiller will focus on strategies to extend the ecosystem Apple customers have come to love when using their iPhone, iPad®, Mac®, Apple Watch and Apple TV®. Phil now leads nearly all developer-related functions at Apple, in addition to his other marketing responsibilities

Dem iOS AppStore könnte man „läuft doch“ attestieren. Aber beim Mac AppStore hat Phil echt eine Herkulesaufgabe vor sich. Daring Fireball kommentiert:

Putting Schiller in charge might be particularly good news for the Mac App Store. One story I’ve heard — third-hand at best, so take it with a grain of salt — is that it was Schiller who personally pushed for the creation of the Mac App Store, and that he convinced Steve Jobs to go ahead with it. (Jobs, so the story goes, thought the Mac didn’t need an App Store — that the existing means of distributing apps was good enough.) I think Schiller has a personal interest in seeing the Mac App Store succeed.

Mein Eindruck der öffentlichen Präsentationen war immer, dass Phil der größte Mac-Fan innerhalb Apples Executive Team ist. Und dass ihm die Beziehungen zu den Entwicklern besonders am Herzen liegen. Daher freut mich diese Entscheidung richtig. 

Und vielleicht gibt es Eddy Cue etwas mehr Raum zur Konzentration auf das Fernseh-Content-Business. Dann wären die Kräfte optimal verteilt und gebündelt. 

Datenschutz
Post:Fr. 11.12.2015 15:20h
Rubr.:Datenschutz

FBI’s Comey über Verschlüsselung

The Intercept zitiert aus dem Auftritt von FBI Director James Comey bei einer Senatsanhörung zum Thema Verschlüsselung:

Comey called on customers, who he said are becoming more aware of the “dangers” of encryption, to “speak to” phone companies and insist they’ll “keep using [their] phones” if they stopped offering the technology.

Super Idee. Lieber die Konsumenten mit Gauß-verteilter Kompetenz fragen als die ausgewiesenen Experten. Weil „denen is’ eh Wurscht.“

Mir nicht: wenn mein Handy nicht (mehr) ordentlich verschlüsselt wäre, dann wären iCloud, iTunes, Amazon, eBay, Paypal, Banking nicht mehr drauf. Telefonieren würde ich wahrscheinlich schon noch aber alles was mit Geld zu tun hat… eigentlich müssten diese Anbieter ihre Handy-Apps dann aus eigenem Antrieb zurückziehen, oder wer trägt das entstehende Risiko an Hackingschäden? 

Comey acknowledged that encrypted apps would still exist. But, he said, encryption “by default” is the real problem. He told Sen. Mike Lee, R-Utah, that “I think there’s no way we solve this entire problem. … The sophisticated user could still find a way.”

Schön. Das heißt also, dass Terroristen nicht wüßten, wie sie sonst kommunizieren sollen? Die nehmen einfach was auf ihrem Handy drauf ist und warten ab ob sie aufliegen? Dann macht doch einfach echte SMS international kostenlos, die sind nicht ordentlich verschlüsselt – und alles wird gut.

Wenn diese Vorschläge die geballte Kompetenz der Terrorbekämpfung sein sollen, dann gute Nacht. 

Post:Do. 10.12.2015 18:40h
Rubr.:Computing
Tags:

WalMart* Pay

Walmart präsentiert eine eigene App-Bezahllösung – anscheinend haben sie CurrentC aufgegeben.

Checkout using Walmart Pay happens in three easy steps:

  1. Open: Visit any register, open the Walmart app and choose Walmart Pay. Activate the camera.
  2. Scan: At any time during checkout, simply scan the code displayed at the register. Walmart Pay is now connected.
  3. Done: Associate scans and bags the items… and it’s done. An eReceipt will be sent to the app and can be viewed at any time.

Was sie nicht dazu sagen: das Handy muss entsperrt werden, und die App ebenfalls (Pincode oder TouchID). Und die Kreditkarte wurde vorher bei Walmart hinterlegt. 

Anscheinend entfällt bei diesem Bezahlsystem die Überprüfung des Betrags vor der Abbuchung oder eine Bestätigung des Betrags. Aber man kann ja hinterher den virtuellen Kassenzettel kontrollieren, wenn man danach schaut. Wer außer mir macht sowas eigentlich?

Und dann fehlt mir das Wort Sicherheit in der ganzen Präsentation. Zu einem großen Teil verlassen Sie sich auf die eingebaute Sicherheit der Handys (der Teil, der in den 3 Schritten oben elegant übersprungen wurde). Der andere Teil, die Backoffice-Systeme, wird wie üblich gar nicht beschrieben. 

Insgesamt: auf den ersten Blick für die Kunden ganz praktisch, aber richtig überzeugt bin ich davon nicht. Die größten Fans sind auf jeden Fall die Leute von Walmart, weil es denen am meisten bringt: Kundendaten, wenige Mittelsmänner, schnellerer Bezahlvorgang. 

Post:Do. 10.12.2015 07:36h
Upd.:Mi. 16.12.2015 07:53h
Rubr.:Computing
Tags:

Apple iPhone 6s Smart Battery Case

9to5mac:

My quick take is that this is a cash grab — and not a particularly well-executed one — for a company that really should be prioritizing its users’ well-expressed requests for markedly better iPhone internal battery life. Apple users are clearly willing to pay a premium for excellent devices, and for best-of-breed accessories such as the Apple Pencil, but they shouldn’t also be asked to also pay steep prices for second-rate designs with third-rate performance.

Hässlich. Mittelmäßig. Teuer. 

Mein erster Gedanke: Aprilscherz?

Warum macht Apple sowas? Gilt der Rat “get rid of the crappy stuff” nicht mehr? Oder der “Can we make a significant contribution to society with this? If we can’t […] we don’t do it”?

Update 16.12.: das ausführliche Review von Daring Fireball ist da:

My take is that the Smart Battery Case is an inelegant design, but it is solving a problem for which, to date, no one has created an elegant solution. Apple has simply chosen to make different severe trade-offs than the existing competition. In that sense, it is a very Apple-like product — like the hockey-puck mouse or the iMac G4.

Die eigentliche Lösung wäre doch die Akkulaufzeit für alle zu erhöhen, was alle iPhones zugegebenermaßen dicker und schwerer machen würde.

Für mich hat ein Handy dann genug Kapazität, wenn man es nicht jeden Abend an den Strom hängen muss. Wenn man trotzdem (mit Abstrichen oder externer Hilfe) durch einen Tag kommt, obwohl man es eine Nacht nicht aufgeladen hat. Das iPhone 6s+ tut das für mich.

Das muss der Standard für Apple sein, die Anforderungen von früher reichen nicht mehr. 

Und für alle darüber hinausgehenden Use-Cases stimme ich diesem Abschnitt von Gruber zu:

In recent years, rather than use a battery case, I’ve switched to carrying a portable external battery. My favorite for the past year or so is the $80 Mophie Powerstation Plus 2X. It’s relatively small, packs a 3,000 mAh capacity, and has built-in USB and Lightning cables. At conferences or for work travel, it’s easily stashed in my laptop bag, so my pockets aren’t weighed down at all, and my iPhone isn’t saddled with an unnatural case.

Fall abgeschlossen: das Smart Battery Case ist nix für mich.  

Post:Di. 08.12.2015 16:54h
Rubr.:Automotive
Tags:, ,

Neu im BMW GT Aufgebot: ROWE Racing

Nachdem sich MarkVDS aus dem GT Sport zurückgezogen hat präsentiert BMW das (neben Schubert) neue Aushängeschild: ROWE Racing. Leider nur mit den bekannten Fotos vom M6 GT3.

Die ROWE-Website geht da schon einen Schritt weiter und zeigt die vom SLS AMG GT3 bekannte, aber deutlich angeschärfte „Kriegsbemalung “. Teamchef Hans-Peter Naundorf:

Die Möglichkeit mit dem neuen BMW M6 GT3 Motorsport auf höchstem Niveau betreiben zu können, ist herausfordernd und motivierend zugleich. Als erfolgreiches Langstreckenteam haben wir für die kommende Saison wieder sehr ambitionierte Ziele vor Augen und gehen voller Zuversicht in den Jahreswechsel.

Details über die Fahrerpaarungen werden aber trotzdem erst im neuen Jahr bekanntgegeben.

Willkommen in der Familie. Hoffentlich können die TV-Kommentatoren den BMW vom alten Mercedes unterscheiden und verplappern Sicht nicht (allzu oft). 

Computing
Post:Do. 03.12.2015 18:05h
Rubr.:Computing
Tags:

Apple Pay Expansion läuft auf Hochtouren

Mac Rumors:

Apple has updated its Apple Pay participating issuers list with 40 additional banks, […] Apple Pay now has nearly 800 participating issuers nationwide […]

Beeindruckend. Großartig. Fabelhaft…

Aber wann kann ich in Deutschland beim Kiosk an der Ecke damit zahlen, bitte?

Post:Do. 26.11.2015 17:59h
Rubr.:Engineering

Blue Origin startet und landet Rakete

Wer früher mal Moon Lander gespielt hat wird Blue Origin angesichts dieses Videos größten Respekt zollen müssen:


Ob mir 4 Minuten Schwerelosigkeit den zu erwartenden astronomischen Preis der Reise wert sein werden wage ich zu bezweifeln.

Aber die Ingenieursleistung kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden. Und das obwohl die Rakete ein Hingucker aus den falschen Gründen ist. 

« Ältere Einträge
Neuere Einträge »